Reise zum Fuji San (富士山)

Am 11.08.2004 machten wir uns auf, um den Fuji San zu erklimmen. Wir, das heißt Felix, Taka, Toshi und ich. Der Fuji San ist mit 3776 Metern der höchste Berg Japans und zugleich auch der berühmteste.
Morgens gegen 9:00 Uhr machten wir uns von Kanazawa aus auf den Weg nach Subashiri, von wo wir den Aufstieg wagen wollten. Von Toyama aus führte unser Weg durch die Japanischen Alpen, die schönste Landschaft, die ich bisher in Japan gesehen habe! Gegen 20:00 Uhr kamen wir dann an der Subashiri Station (2000 m) des Fuji an. Leider konnten wir bisher den Berg nicht erblicken, da die gesamte Landschaft in Nebel gehüllt war.
Und inzwischen war es dunkel geworden. Also ging es dann auf den Berg, ohne ihn vorher mal in natura gesehen zu haben.
Den Aufstieg begannen wir gegen 20:30 Uhr mit zwei Taschenlampen, etwas zu essen und trinken, warmen Kleidern, Regenjacken und einem Hut (der war wichtig!). Der Weg zum Gipfel ist sehr gut ausgebaut, sodass im Jahr da mehr als 300.000 Menschen hochpilgern, um den Sonnenaufgang zu betrachten. Anfangs schritten wir noch relativ schnell voran, aber schon bald mussten wir das Tempo reduzieren. Wir hatten Probleme mit Sauerstoffmangel und kaputten Füßen. Dann ging es aber langsamer weiter. Wir hatten ja schließlich noch viel Zeit.
Ab der 8. Station waren wir auch nicht mehr alleine auf der Piste. Da kamen dann die anderen 4 Routen, die zum Gipfel führen auch noch zu unserer dazu. Von da an war es wirklich eine Wallfahrt bis nach oben. Tausende von Leuten gingen den zum Schluss sehr steilen Weg nach oben. Es ist nicht zu glauben, wenn man das nicht mit eigenen Augen gesehen hat! Wahnsinn!
Gegen 3:30 Uhr erreichten wir dann die Gipfelhütten. Wir hatten es geschafft und waren überglücklich. Der Sonnenaufgang an sich war dann auch ein Erlebnis: Die japanische Flagge wurde unter Gesang und Trommelklängen gehisst, das Naturschauspiel an sich hat mich sehr beeindruckt.
Danach haben wir eine Runde um den Krater gedreht. Dabei sind wir auch am höchsten Punkt des Fuji San gewesen (3775,63 Meter). Wenn die Wolken weg waren, hatte man einen herrlichen Ausblick auf die umgebende Landschaft.
Nach einem schnellen Frühstück machten wir uns auf den Heimweg. Erst jetzt wurde uns klar, dass das schon ziemlich steil war (wir hatten ja einen nächtlichen Aufstieg). Nach weiteren vier anstrengenden Stunden erreichten wir wieder unser Auto. Für kurze Zeit hatten sich der Nebel und die Wolken verzogen, sodass wir von der Subashiri Station zum Gipfel schauen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war ich sehr froh, dass ich das nicht am Tag zuvor gesehen hatte! Das ist verdammt hoch. Wir haben es aber geschafft!


Die Bilder unserer Etappen gibt es auf den folgenden Seiten:
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